Dosierung für Tiere

Verabreichung des homöopathischen Arzneimittels bei Tieren:

Wenn möglich, sollte die Verabreichung so gewählt werden, dass ein ausreichender Kontakt zu den Schleimhäuten hergestellt wird, da eine Aufnahme der Arznei bereits über die Schleimhauter folgt.

Am wirkungsvollsten ist die direkte Gabe auf die Zunge oder in die Lefze. Sollte dies nicht möglich sein, kann das Arzneimittel auch über das Futter oder über ein Leckerli gegeben werden. Hier sollte man dann die Dosierung etwas erhöhen.

Für die Anwendung bei Kleinnagern kann man auch eine Tablette zerdrücken und einen Teil der Pulvermenge z. B. auf ein angefeuchtetes Salatblatt geben. Vögel erhalten die homöopathische Arznei ins Trinkwasser gemischt.

Im landwirtschaftlichen Bereich werden häufig viele Tiere gleichzeitig behandelt. Wenn dabei eine Verabreichung über das Trinkwasser technisch nicht möglich ist, kann das Arzneimittel auch äußerlich aufgetragen werden,  z. B. mittels eines Sprühgerätes. Dazu sollten die Tiere im Kopfbereich angesprüht werden.

Gabengröße:

Die folgende Tabelle gibt einen Anhaltspunkt über die Gabengröße bei verschiedenen Tierarten:

Dilution Globuli Tabletten
Katze/ Hund klein 3 – 5 Tropfen 3 – 5 Globuli 1 Tabl.
Hund 5 Tropfen 5 Globuli 1 Tabl.
Hund groß 5 – 8 Tropfen 8 Globuli 2 Tabl.
Rind / Pferd 15 – 20 Tropfen 15 – 20 Globuli 4 Tabl.
Schwein 10 Tropfen 10 Globuli 2 Tabl.
Kleinnager Tropfen 1 – 2 Globuli ½ Tabl.
Vögel
(im Trinkwasser)
Tropfen 1- 2 Globuli ½ Tabl.
Geflügel
(je kg Kgw.)
Tropfen 1 – 2 Globuli ½ Tabl.

Häufigkeit der Gabe

Im Allgemeinen richtet sich die Häufigkeit der Arzneigabe nach der Potenz des Arzneimittels: Je niedriger diePotenz, umso häufiger muss ein Arzneimittel gegeben werden. Prinzipiell gilt, dass die Häufigkeit der Arzneigaben reduziert werden sollte, sobald eine Besserung der Beschwerden eintritt. Bei Beschwerdefreiheit sollte es abgesetzt werden.

In der Regel verabreicht man folgendes:

Tiefe Potenzen (D1 – D8):
3 -4 mal täglich;

Mittlere Potenzen (D9 – D20):
1 – 2 mal täglich;

Potenzen ab D30/C30:
1 mal wöchentlich, im Akutfall z. T. auch täglich;

Potenzen ab D200/C200:
Einzelgaben, evtl. einmal wiederholen (in Absprache mit einem Therapeuten).

Zu Gegenanzeigen/Nebenwirkungen/Warnhinweisenbeachten Sie bitte die Packungsbeilage.

 

Übersicht der homöopathischen Einzelmittel

Homöopathisches Einzelmittel

(deutsche Bezeichnung)

 

Anwendungsgebiet
Aconitum

(Blauer Eisenhut)

Plötzliches hohes Fieber, Schüttelfrost mit Durst; gerötete Augen; Erkrankungen nach Schreck; plötzliche Störungen des Gleichgewichts,  z. B. nach Schock.

 

Allium cepa

(Küchenzwiebel)

Wund machender (Fließ-)schnupfen; häufiges Niesen; wässriger, milder Augenausfluss; Staubhusten.

 

Apis melllifica

(Honigbiene)

Insektenstiche; allergische Reaktionen; weiche, rötliche Schwellungen; Halsentzündungen; teigige, heiße Schwellungen im Sehnen- und Gelenkbereich.

 

Arnica

(Bergwohlverleih)

Verletzungen; Verstauchungen; Prellungen; Gehirnerschütterung; Folgen von Stößen; Stürzen; Operationen; Schock; Blutergüsse; Muskelkater; Satteldruck.

 

Belladonna

(Tollkirsche)

Entzündungen (auch Gelenke und Sehnen), plötzliches hohes Fieber; alles ist feuerrot, heiß, geschwollen und schmerzempfindlich.

 

Calendula

(Ringelblume)

Offene Wunden, Schürfungen; Quetschwunden; Förderung der Wundheilung, zur Infektionsvorsorge.

 

Cardiospermum

(Ballonrebe)

Allergische Reaktionen; Sommerekzem, Juckreiz nach Flohstichallergie.

 

Cocculus

(Kockelkörner)

Reiseübelkeit bei Flügen oder Fahrten; Schwindel mit Speicheln und Erbrechen; das Tier steht oder sitzt steif und bewegt sich nicht.

 

Drosera

(Rundblättriger Sonnentau)

Trockener Husten; mit Würgen und Erbrechen; gelber zäher Auswurf, kurz aufeinander folgende krampfartige Hustenanfälle; evtl. bei Zwingerhusten.

 

Euphrasia

(Augentrost)

Augenentzündung mit deutlicher Lichtscheu; das entzündete Auge tränt stark und wird krampfhaft geschlossen gehalten, später eitriges klebriges Sekret;

Augenentzündung bei Allergien oder als Folge von Zug oder Verkühlung.

 

 

Ignatia

(Ignatiusbohne)

 

Kummer; Trennung; Enttäuschung;

Das Tier ist still und appetitlos und seufzt viel.

Ledum

(Sumpfporst)

Biss- und Stichwunden; Zeckenbiss, bei Verletzungen mit spitzen Gegenständen; die Wunde fühlt sich kalt an; Kälteanwendung lindert aber die Beschwerden.
Mercurius solubilis Hahnemannni

(Gemisch, das vorwiegend Quecksilber(II)-amidonitrat und metallisches Queck-silber enthält)

Geschwüre (z. B. von Ohren, Nase; Mund) mit grünem, übelriechendem Eiter; stinkender Atem; Speichelfluss.

 

Nux vomica

(Brechnuss)

Magen- und Darminfekte; Fütterungsfehler; Überessen; Kolik mit Bauchkrümmen; Erbrechen bessert die Beschwerden; Kotabsatzbeschwerden.

 

Pulsatilla

(Wiesen-Küchenschelle)

Entzündung der Schleimhäute mit typisch gelbem, mildem Sekret; Schnupfen, Augenentzündung; schleimiger Durchfall; Scheinträchtigkeit; verlängerte Rosse oder Läufigkeit; unregelmäßige Rosse;
Rhus toxicodendron

(Giftsumach)

Muskel- und Gelenkschmerzen, die vor allem nach Überanstrengung (z. B. durch Training, Wettkampf);

Kälte und Nässe verschlechtern die Beschwerden; Wärme und Bewegung erleichtern.

 

Symphytum

(gemeiner Beinwell)

Knochenbrüche und -verletzungen; tief aufgeriebene Wunden.